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Ischia Natura

Museen auf Ischia

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MUSEEN AUF ISCHIA: VILLA ARBUSTO UND DER BEGINN VON MAGNA GRAECIA

Der Hügel von Arbusto mit seinem besonders schönen Panorama blickt auf eine große archäologische Bedeutung seit der Zeit der Griechen zurück. Im 17. Jahrhundert befand sich dort ein Bauernhof und später, im Jahr 1785 geht der Hügel in den Besitz des aus den Abruzzen stammenden Adeligen Carlo d’Acquaviva, Herzog von Atri, über, der dort zwei Villen und einen Säulengang erbauen ließ und Gärten anlegte. 1952 macht der bekannte Filmproduzent und Verleger Angelo Rizzoli die Villa zu seiner Sommerresidenz, wo er später Persönlichkeiten aus Film, Kultur und Politik als Gäste empfing. Das über 12.000 Quadratmeter große Anwesen Arbusto gewann damals immer mehr an Attraktivität, besonders die Gartenanlage. Die Erben von Rizzoli beschließen, das Grundstück zu verkaufen und der Gemeinde Lacco Ameno (unter dem damaligen Bürgermeister Vincenzo Mennella) gelingt es, die Villa zu erwerben, um sie in ein Museum umzuwandeln.

Das Museum ist thematisch in mehrere Säle aufgeteilt. Sie reichen von der Urgeschichte (Mittel- bis Spätneolithikum und Bronzezeit) zur Vorgeschichte (Eisenzeit); die griechische Kolonie von Pithecusae und ihrer Nekropole; Pithecusae vom VI. bis zum IV. Jahrhundert vor Christus und im hellenistischen Zeitalter und schließlich bis zur Römerzeit. In den Sälen des Haupthauses werden die bedeutendsten Fundstücke der Ansiedlung der von Euböa stammenden Griechen aufbewahrt, die im achten Jahrhunderts vor Christus im westlichen Mittelmeerraum zu den ersten Siedlern gehörten. Von ihnen übernahmen die Bewohner Mittelitaliens das Alphabet, wie das in eine Schale eingravierte Epigramm in drei Versen bezeugt. Diese Verse spielen auf die in der Ilias beschriebene Schale Nestors an. Eine Epoche intensiven Handels und politischer Bedeutung. Erst nach der Entwicklung der Siedlung Cumas auf dem Festland verliert die Insel an Bedeutung. Das Museum ist daher ein wichtiger Bestandteil der archäologischen Funde im Golf von Neapel.

Im Jahr 1952 begann der Archäologe Giorgio Buchner zusammen mit seinem treuen Arbeiter Giosuè Ballirano am Fuße des Hügels von San Montano zu graben, auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Vergangenheit. Die Nachkriegsjahre waren es eine schwierige Zeit für die Archäologie. Pompei war zerbombt worden und für die Forschung standen keine Geldmittel zur Verfügung. Der Direktor des archäologischen Museums in Neapel, Amedeo Mauri, ließ dem jungen Buchner Spielraum, und dem gelang es, einige Gelder aus Amerika zu beschaffen. Neben seinem eigenen Mitteln kamen später auch noch staatliche Zuschüsse dazu, bis endlich genug Geld vorhanden war. Giosuè Ballirano war Chef der Arbeiter, die die Fundstücke von Pithecusae ausgegraben haben, sein rechter Arm war Giuseppe Simonelli. Sie konnten die Freude des großen Meisters spüren, der ein zurückhaltender Mensch war und sich seiner einzigartigen Erfolge nicht rühmte, auch nicht bei der Eröffnungsfeier des Museums.

 

MUSEEN AUF ISCHIA: MUSEUM DER AUSGRABUNGEN VON SANTA RESTITUTA

Durch die ungewöhnliche Beharrlichkeit von Don Pietro Monti, der gleichzeitig Priester und Archäologe war und eine herausragende Persönlichkeit für die Kultur Ischias (er arbeitete und studierte bis ins hohe Alter), gelang es, die Ausgrabungsstätte unter der Kirche von Santa Restituta allmählich zu einem Museum umzuwandeln.

Eigentlich ist das Museum die Fortsetzung der Pinakothek der Kirche. Es ist 1.500 Quadratmeter groß, im oberen Stockwerk befinden sich sechs Säle, einer davon ist die Sakristei mit Votivgaben. Die archäologische Zone ermöglicht einen direkten Zugang mit vergangenen Zeiten, wie dem urchristlichen, dem römischen, dem hellenistischen und dem attisch-euböischen Zeitalter. Das Museum befindet sich in Lacco Ameno an der Piazza Santa Restituta.

 

MUSEEN AUF ISCHIA: MUSEO CIVICO IL TORRIONE

Der Torrione ist der einzige zum Schutz vor Piraten erbaute öffentlich zugängliche Wehrturm. Er erhebt sich hinter den Häusern des Hafens von Forio. Er wurde auf Kosten der Universität (damalige Bezeichnung für Gemeinde) von Forio in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet. Er war mit auf das Meer gerichteten Kanonen ausgerüstet, die zur Bombardierung der Schiffe der Sarazenen dienten.

Bis zum Jahr 1787 wurde eine dieser Kanonen noch im Rahmen religiöser Feierlichkeiten genutzt. Später wurde der Turm in ein Gefängnis umgewandelt und am Ende des 19. Jahrhunderts wurde er vom Bildhauer Giovanni Maltese erworben, der im Jahr 1913 starb. Heute ist das Museum dem vielseitigem Künstler, Intellektuellen und Poeten aus Forio gewidmet. Hier sind zahlreiche seiner Werke zu sehen, die nach seinem Tod von seiner Witwe, der englischen Malerin Fanny Jane Fayrer, der Gemeinde vermacht wurden. Das Museum befindet sich in Forio in Via del Torrione.

 

MUSEEN AUF ISCHIA: MUSEO CONTADINO PRESSO D’AMBRA VINI – STABILIMENTO ENOLOGICO

Das Bauernmuseum beim Weinkeller D`Ambra Vini

Die Weinbaukultur auf der Insel ist Jahrtausende alt und existierte schon vor der ersten griechischen Ansiedlung (756 vor Christus). Die Weinkellerei D`Ambra Vini hat dieses 300 Quadratmeter große Museum in seinen Räumen eröffnet, um die Kultur der Bauern wieder aufleben zu lassen, die die Landschaft Ischias zutiefst geprägt hat.

Das Museum ist mehr ein Ort geschichtliche Analyse mit wertvollen Landkarten, Plänen und Reliefen sowie der genauen Beschreibung der Entwicklung der Insel. Die umfassende Materialsammlung ist das Ergebnis langer Nachforschungen auf dem ganzen Gebiet der Insel. Das Museum versteht sich als “Museum des Inselgebiets”. Es befindet sich in der Gemeinde Forio, im Ortsteil Panza.

 

MUSEEN AUF ISCHIA: MUSEO DEL MARE

Das Meeresmuseum

Auf den drei Stockwerken im alten Uhrturms in Ischia Ponte wird die Geschichte der ischitanischen Fischerei und Schifffahrt anhand von wertvollen Fundstücken aus dem Alltagsleben der Seefahrer und Fischer erzählt.

Die ausgestellten Stücke sind Zeugnisse der grossartigen Leistungen der Kapitäne der damaligen Segelschiffe, die die Wein-Fässer von der Insel in die Häfen des Mittelmeeres verschifften. Eine Geschichte, die man kennen muss und die das Meer mit dem Wein der Insel verbindet. Das Museum befindet sich in Ischia Ponte im Palazzo dell´Orologio.